Kongo, Krieg und was unsere Handys damit zu tun haben

Katholische Hauptschule besucht den missio-Truck

„Fliehen müssen stellt das Leben auf den Kopf und zieht dir den Boden unter den Füßen weg.“
Für viele Kinder und Jugendliche ist ein Leben ohne Handy kaum noch vorstellbar. Doch dass die schöne Welt der Mobiltelefone auch eine dunkle, ja gar blutige Seite hat, ist vielen nicht bewusst. Im Ostkongo werden illegal Rohstoffe verkauft, die für die Herstellung von Handys benötigt werden. Häufig geht dieser Prozess mit brutalen Vertreibungen und Vergewaltigungen einher. Erst wenn keine illegalen Rohstoffe mehr verkauft werden, haben die Menschen eine Chance, von diesen unvorstellbaren Gräueltaten verschont zu bleiben.
Im Bezug auf diese Problematik besuchten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 der Katholischen Hauptschule Marl zusammen mit dem Initiator Daniel Broer vom Caritasverband Marl e. V. am vergangenen Freitag die multimediale Ausstellung des missio-Trucks an der Katholischen Kirchengemeinde St. Barbara. Hier wurde uns mit einem Starkstromanschluss, den die Schule nicht hat, geholfen. Mittels digital ansprechender Interaktion wurde den Schülern die Möglichkeit gegeben, eine Verbindung zwischen unseren Mobiltelefonen und dem Krieg im Kongo herzustellen. Die Schüler schlüpften in die Rolle eines Flüchtlings und konnten virtuell bestimmte Momente einer Flucht nachempfinden.
Die multimediale Ausstellung gab den Schülern einen Einblick in die widrigen Lebensumstände von Flüchtlingen, um für die Ausnahmesituation „Flucht“ zu sensibilisieren und zum Umdenken und Helfen anzuregen.