LZP-Klasse

Beschreibung der LZP-Klasse

Langzeitpraktikum – KaoA
Die bisher Busklasse genannte Einrichtung wird im Rahmen des landesweit neuen Projektes KAoA (Kein Anschluss ohne Abschluss) nun seit einiger Zeit als Langzeitpraktikum (LZP) fortgeführt. Im Schuljahr 2017/2018 wurde an der KHS erstmalig eine LZP-Klasse gebildet. In diese Klasse kann jede Schülerin und jeder Schüler aufgenommen werden, die/der sich im zehnten Pflichtschuljahr befindet und bisher noch keinen Schulabschluss erreicht hat. Teilnehmende Schülerinnen und Schüler können in einem realisierbaren Ausbildungsberuf ihrer Wahl an zwei Tagen in der Woche in einem ganzjährigen Praktikum ihre individuellen Berufswünsche erproben. Nach erfolgreichem Durchlaufen der LZP-Klasse kann sowohl der Hauptschulabschluss nach Klasse 9 als auch ein Arbeits- und Ausbildungsplatz erworben werden. Das Arbeiten in der kleinen Lerngruppe ermöglicht auch hier die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler und die Vermittlung der defizitären prozessionsorientierten Kompetenzen (Sozial- und Methodenkompetenz) im Unterricht für die weitere (Berufs-) Ausbildungslaufbahn.

Hinweise zum Langzeitpraktikum

Auszug aus: Hinweise zum LZP der BezReg MS

Das Standardelement „Langzeitpraktikum“im Rahmen des Landesvorhabens „Kein Abschluss ohne Anschluss Übergang Schule –Beruf in NRW“

Das Landesvorhaben bietet für Schülerinnen und Schüler, die fachliche und individuelle Unterstützung im Übergang Schule Beruf benötigen, auf freiwilliger Basis das Standardelement „Langzeitpraktikum“an. Folgende Hinweise konkretisieren den Erlass des Ministeriums für Schule und Bildung vom 11.05.2017.

Ziel des Langzeitpraktikums Jugendliche mit absehbar schwierigem Schul-  und Berufsverlauf werden durch eine Kombination schulischen Lernens mit betrieblicher Erfahrung in einem Langzeitpraktikum (LZP) auf den Übergang in Ausbildung oder Beschäftigung vorbereitet. Dabei wirken Schule, Jugendhilfe und Arbeitsmarktakteure zusammen, um den Jugendlichen frühzeitig individuelle Übergänge in Beruf und Arbeit zu ermöglichen. Das LZP wird als Jahrespraktikum innerhalb des Schuljahres durchgeführt. An ein oder zwei Wochentagen befinden sich die Schülerinnen und Schüler als Praktikantinnen und Praktikanten in einem Betrieb und werden dort fachlich angeleitet. Durch die Verbindung von betrieblicher Praxis und schulischem Lernen in altershomogenen Gruppen sollen die Jugendlichen neu motiviert und in ihrem Selbstvertrauen gestärkt werden. Dabei setzt das Langzeitpraktikum auf die Attraktivität des Betriebs als Lernort. Zu einer verstärkten Selbstwirksamkeit und Motivation bei den Schülerinnen und Schülern können beitragen: Erkennen des Zusammenhangs zwischen beruflichen und schulischen Anforderungen, Erwerb wesentlicher Grundkompetenzen zum Einstieg und Verbleib in der Arbeitswelt, fundierte und realistische Berufsorientierung und Chance auf einen Ausbildungs- bzw. Arbeitsplatz im ersten Arbeitsmarkt. Den beteiligten Betrieben ermöglicht das LZP: gezielte Nachwuchssuche, Kennenlernen von geeigneten jugendlichen in der betrieblichen Praxis, Sammlung von Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit benachteiligten oder schwierigen Jugendlichen und Integration von geeigneten Jugendlichen in die betriebliche Praxis.